Schaufenster

Schaufenster zu den Problemen, Zielen und Möglichkeiten

Der Begriff Nachhaltigkeit

… stammt aus der Forstwirtschaft und steht für eine bleibende Ressourcennutzung vom Wald. Diese Wertschöpfung der Ökosysteme bedeutet, dass nicht mehr Holz gefällt wird, als sich regenerieren und nachwachsen kann. So wurde es bereits von meinem Vater und Großvater gehandhabt, die zuerst Förster in Brandenburg, ehem. Ostpreußen und Schleswig-Holstein waren.

Traditionelle nachhaltige Wirtschaftsformen und Ökosysteme sind z.B. Jagen, Sammeln, Feldbau und Fernweidewirtschaft, die große Naturgebiete haben. Viele Kulturen sind mit Erdverbundenheit, sowie effizienter, langsamer und stetiger Anpassung der Nutzung an die jeweiligen Standorte verbunden. Die Substanz der Biodiversität, bzw. biologische Vielfalt wurde kaum verringert.

Heute wird mit der „Nachhaltigkeit“ viel mehr verbunden. Es sind viele gute Ziele für das Klima, die Ökologie, der Gerechtigkeit und die Zukunft, aber auch einige Mythen zur Dauerhaftigkeit in der Wirtschaft usw. entstanden. Die Definitionsvielfalt hat z.B. Modelle der Nachhaltigkeit und andere Leitstrategien entwickelt. Besonders die Wachstums-Philosophie ist in vielen Bereichen der Politik und Wirtschaft (Lebensdauer von Produkten) zum Umgang mit kommenden Generationen und der Gesellschaft in Frage zu stellen. Die planetaren Grenzen im Klimawandel sind vermutlich schon überschritten. Erneuerbare Energien und neue Technologien reichen laut der Kritik zum Wachstum nicht aus und die Solidarität, sozialer Ausgleich und Gemeinwohl-Ökonomie kommt zu kurz.

Planetare Grenzen der Ökologie

Belastungsgrenzen sind  die ökologische Grenzen der Erde, die eine Stabilität des Lebens und Ökosystems und der Menschheit gefährden. Derzeit werden zumeist neun planetaren Grundlagen diskutiert, die einen sicheren Handlungsspielraum für die Menschheit festlegen sollen, von denen mehrere jedoch bereits überschritten sind / … s.a. die Wikipedia-Grafiken dazu:

  1. Darstellung in welchem Umfang die planetaren Grenzen aktuell ausgeschöpft oder überschritten sind (nach Will Steffen et al., 2015), (CC BY-SA 4.0) Autor: Felix Müller
  2. Oekologische Belastungsgrenzen (planetary boundaries) nach Rockström et al. 2009, (CC BY-SA 4.0) Felix Müller
  3. Donut-Modell von Kate Raworth mit visualiertem Stand der Grenzen, 16 August 2018, (CC BY-SA 4.0) Apfelsamen
  4. Umweltwirkungen von Landwirtschaft und Ernährung im Kontext planetarer Grenzen, 2019 (CC BY-SA 4.0) Tomewi
  5. Globale Umweltveränderungen und Zukunftsszenarien der irdischen Biosphäre (Natürliche und anthropogene Biome, Ellis u. Navin Ramankutty, 2008)

• • •

17 Ziele der nachhaltigen Entwicklung bis 2030 von den Vereinten Nationen (UN) für alle!

Der »verantwortungsvoller Konsum« und »Maßnahmen zum Klimaschutz« sind nur zwei der guten Ziele! … Aber was sind die größten Probleme, die unser Planet und die Menschheit zu bewältigen haben? … Antworten sind: Armut, Ungerechtigkeit, Ungleichheit, Hunger, Klimawandel, verschmutzte Meere, aussterbende Tierarten und vieles mehr … leider! …

• • •

Und was tun wir dagegen? … jede*r das, was er oder sie tun kann. Das gilt für jeden Einzelnen, aber auch für Regierungen, Unternehmen und Organisationen. Einige tun etwas, viele aber auch nicht – oder zumindest nicht genug. Und selbst diejenigen, die aktiv werden, kochen manchmal ihr eigenes Süppchen.

Dabei wäre es doch viel besser, gemeinsam an einem Strang zu ziehen und Ziele zu haben, zu deren Erreichen wir alle etwas beitragen können. Ganz egal, ob als Regierung, Unternehmen oder Bürger*in dieser Welt.
Die Vereinten Nation haben 17 nachhaltige Entwicklungsziele ins Leben gerufen. Hier stellen wir sie im Schnelldurchlauf vor – und zeigen, wo wir derzeit stehen.

Die 17 Ziele sind:

1. … Armut in jeder Form und überall beenden

2. … Den Hunger beenden, Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung erreichen und eine nachhaltige Landwirtschaft fördern

3. … Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern

4. … Inklusive, gerechte und hochwertige Bildung gewährleisten und Möglichkeiten des lebenslangen Lernens für alle fördern

5. … Geschlechtergerechtigkeit und Selbstbestimmung für alle Frauen und Mädchen erreichen

6. … Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle gewährleisten

7. … Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und zeitgemäßer Energie für alle sichern

8. … Dauerhaftes, inklusives und nachhaltiges Wirtschaftswachstum, produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle fördern

9. … Eine belastbare Infrastruktur aufbauen, inklusive und nachhaltige Industrialisierung fördern und Innovationen unterstützen

10. … Ungleichheit innerhalb von und zwischen Staaten verringern

11. … Städte und Siedlungen inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig machen

12. … Für nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sorgen

13. … Umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergreifen

14. … Ozeane, Meere und Meeresressourcen im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung erhalten und nachhaltig nutzen

15. … Landökosysteme schützen, wiederherstellen und ihre nachhaltige Nutzung fördern, Wälder nachhaltig bewirtschaften, Wüstenbildung bekämpfen, Bodenverschlechterung stoppen und umkehren und den Biodiversitätsverlust stoppen

16. … Friedliche und inklusive Gesellschaften im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung fördern, allen Menschen Zugang zur Justiz ermöglichen und effektive, rechenschaftspflichtige und inklusive Institutionen auf allen Ebenen aufbauen

17. … Umsetzungsmittel stärken und die globale Partnerschaft für nachhaltige Entwicklung wiederbeleben

Eine Gesamtübersicht ist hier; Citizenship / Global Goals … www.globalcitizen.org

• • •

„Die Grenzen des Wachstums“: eine Prognose besteht seit fast 50 Jahren!

1972 wurde bereits beim St. Gallen Symposium die Studie zur Zukunft der Weltwirtschaft vorgestellt … Der Club of Rome hatte das Massachusetts Institute of Technology damit beauftragt … siehe auch auf Wikipedia … „Die Grenzen des Wachstums“ und „2052. Der neue Bericht an den Club of Rome“ von 2012.

Die Tendenzen der Industrialisierung, Bevölkerungswachstum, Unterernährung, Rohstoff­reserven-Ausbeutung und Zerstörung von Lebensraum mit globaler Wirkung sind schon lange sichtbar. Naturnahe Landwirtschaft, der Umweltschutz und viele weitere Brennpunkte bleiben ebenso ein Thema.

• • •

Veränderungen im Leben und der Gesellschaft bedeutet: handeln und nicht abwarten!

Der ordnende Netzwerk-Ansatz bringt sowohl eine Entlastung, wie auch ökologische ökonomische Werte.
Im übertragenen Sinn lassen sich so gute und kreative Lösungen in den veränderten Bedingungen nach der Pandemie realisieren. Diese Ideen lassen sich auf viele Bereiche des Lebens anwenden. 

Möglich sind PopUp’s in sozialen Einrichtungen, kulturellen und vielen kommerziellen Branchen in Stadt und Land … z.B. die stärkere Nutzung von IT und Online-Services. Kooperation und Kommunikation, sowie kreative Chancen sind gefragt und bingen die Transformation: PopUpIT > erweiter Deine Möglichkeiten!

Beispiele: … Schule (Online-Lernen) / … Erfolge bei Kooperationen / … Nachhaltiger Einkauf + Preisvergleich / … Infos

• • •